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Spenden 2010

Wie Ihr Euch erinnert habe ich bei unserem letzten Österreichbesuch 2 Lichtbildervorträge gehalten . Einen in Bad Vöslau und einen in Hainfeld. Eintritt waren freie Spenden, die dazu dienten, den ärztlichen Versorgungsnotstand der Bevölkerung ein wenig aufzubessern. Zusammen kamen 770,- Euro, die fast zur Gänze für die Transportkosten verwendet wurden. Eine Aufstellung habe ich zwar gemacht, aber es würde hier zu weit führen. Bei unserem nächsten Heimatbesuch möchte ich darüber berichten.

Insgesamt mussten wir 7 Kartons Verbandsmaterial , Medikamente und 6 Paar Krücken sowie zahlreiche Augengläser, mit insgesamt 96 kg versenden. Außerdem bekamen wir auch noch ein EKG-Gerät und von einem deutschen Freund einen transportablen OP-Tisch!

Bis jetzt haben Beza und ich 3 Kliniken und einen Arzt besucht und die Medikamente sowie das Verbandsmaterial verteilt.

Klinik ist für mich nicht der richtige Ausdruck, aber es ist schwer zu beschreiben. Dispensaire , heißt wörtlich übersetzt: Poliklinik, doch ich würde dazu sagen : eine Straßenordination. Der Wartesaal ist die Straße und die ganze Klinik besteht aus 2, höchstens 3 Räumen. Die Leute , die hierher kommen, gehören wirklich zu den Armen. Hier werden sie kostenlos untersucht und sofern möglich mit Medikamenten versorgt. Doch meistens bekommen sie sie auf  Rezepte verschreiben, die sie in der Apotheke kaufen sollten. Meistens bleibt es beim kaufen sollten. Der Rezeptblock ist nur ein einfacher Schreibblock, worauf die Medikamente verordnet werden und nur mit dem Arztstempel versehen werden.

Die Ordinationszeiten sind von Montag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr durchgehend und der Andrang von Patienten tagtäglich 60 bis 100 Patienten, wobei in Hell Ville die Anzahl noch überschritten wird.

Fast die Hälfte der Patienten sind Kinder vom Säuglingsalter aufwärts. Die Hauptursache bei Kindern ist Erbrechen und Durchfall, was  mir als Mangelerscheinung übersetzt wurde.

In Hell Ville war leider der Direktor nicht anwesend , aber in den anderen Dispensaire konnte ich mit dem Direktor sprechen. Besonders in Manina war die Diskussion sehr aufschlussreich und auch haarsträubend. Am Gelände dieser Klinik ist auch eine Schule untergebracht mit 280 Kindern. Welche, teilweise, nicht zu einem Mittagessen kommen, da der Anmarschweg etliche Kilometer entfernt ist.

Schulbus? Was ist das?

Nun wird wenigstens für das kommende Schuljahr eine "Kantine" gebaut, doch wie es mit der Verpflegung aussieht , ist noch nicht geklärt!

Vielleicht gelingt es mir im nächsten Jahr wieder Geldspenden zu bekommen, um wenigstens damit Trockenmilchpulver zu kaufen.

Von der Schule werde ich wieder berichten , wann sie begonnen hat . Die Ferien sind fast wie in Österreich.

Der Direktor will mit mir in Verbindung bleiben und würde gerne mit einer Schule bei uns (ich meine in Österreich) Kontakt  aufnehmen. Leider ist es aber so, dass nur in Madagasisch und Französisch unterrichtet wird.

Vielleicht kennt Ihr eine Lehrerin oder Lehrer , die Französisch als Fach haben und daran interessiert sind. Der Kontakt wird über mein Internet gehen, da die Schule keines hat und der Postweg zulange dauert.  

Würde mich auf  ein Echo über diesen Bericht freuen!