|
Wie
Ihr Euch erinnert habe ich bei unserem letzten Österreichbesuch 2
Lichtbildervorträge gehalten . Einen in Bad Vöslau und einen in
Hainfeld. Eintritt waren freie Spenden, die dazu dienten, den ärztlichen
Versorgungsnotstand der Bevölkerung ein wenig aufzubessern. Zusammen
kamen 770,- Euro, die fast zur Gänze für die Transportkosten verwendet
wurden. Eine Aufstellung habe ich zwar gemacht, aber es würde hier zu
weit führen. Bei unserem nächsten Heimatbesuch möchte ich darüber
berichten.
Insgesamt
mussten wir 7 Kartons Verbandsmaterial , Medikamente und 6 Paar Krücken
sowie zahlreiche Augengläser, mit insgesamt 96 kg versenden. Außerdem
bekamen wir auch noch ein EKG-Gerät und von einem deutschen Freund einen
transportablen OP-Tisch!
Bis
jetzt haben Beza und ich 3 Kliniken und einen Arzt besucht und die
Medikamente sowie das Verbandsmaterial verteilt.
Klinik
ist für mich nicht der richtige Ausdruck, aber es ist schwer zu
beschreiben. Dispensaire , heißt wörtlich übersetzt: Poliklinik, doch
ich würde dazu sagen : eine Straßenordination. Der Wartesaal ist die
Straße und die ganze Klinik besteht aus 2, höchstens 3 Räumen. Die
Leute , die hierher kommen, gehören wirklich zu den Armen. Hier werden
sie kostenlos untersucht und sofern möglich mit Medikamenten versorgt.
Doch meistens bekommen sie sie auf Rezepte verschreiben, die sie in
der Apotheke kaufen sollten. Meistens bleibt es beim kaufen sollten. Der
Rezeptblock ist nur ein einfacher Schreibblock, worauf die Medikamente
verordnet werden und nur mit dem Arztstempel versehen werden.
Die
Ordinationszeiten sind von Montag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr durchgehend
und der Andrang von Patienten tagtäglich 60 bis 100 Patienten, wobei in
Hell Ville die Anzahl noch überschritten wird. |